About

Die Performance Chronik Basel hat zum Ziel eine Plattform zu schaffen, die Künstler/innen, Theoretiker/innen und Zeitzeug/innen die Möglichkeit bietet, sich über die Geschichte der Performancekunst Basels zu informieren und aktiv einen Beitrag zur Geschichtsschreibung zu leisten. Anhand der Methode der „oral history“ entstand im Jahr 2006 eine Art „Karte der Performancekunst“ Basels. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen und es wird an einem nächsten Treffen mit beteiligten Protagonist/innen weiter „erzählt“ werden.

Die Homepage Performance Chronik Basel bietet Einblick in eine über 30jährige Geschichte und soll der lebendigen Performanceszene Basels die angemessene Bedeutung und Beachtung geben, die sie verdient. In der Chronik werden auch die produktiven Zusammenhänge von Stimmungen und Bedingungen aufgezeichnet. Anhand des Zusammenspiels von gesellschaftlichen und politischen Zusammenhängen und den Initiativen von Einzelpersonen, Gruppen und Kollektiven sowie durch die Förderung von Institutionen kann ein Diskurs über künstlerische Produktionen sichtbar gemacht werden. Diese Fülle von Ereignissen und Aktivitäten sind auf der Karte mit Links ausfindig zu machen.

Zeitzeug/innen und aktiv Beteiligte der Performanceszene sind aufgefordert, die Performance Chronik mit Textbeiträgen, Fotos und Links zu erweitern und zu ergänzen. Die Herausgeberinnen nehmen gerne weiteres Material entgegen.

Initiantinnen: Muda Mathis und Silvana Iannetta
Internet Recherche: Celia Sidler und Valentina Stieger
Herausgeberinnen: Muda Mathis, Sabine Gebhard Fink, Anna Schürch, Bernadett Settele, Margarit von Büren.

Konzept

Die Performance Chronik ist ein kollaboratives Netzwerk von KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen, VermittlerInnen, KuratorInnen und ZeitzeugInnen zur kritischen Geschichtsschreibung der Performance Kunst in Basel von 1970 bis heute.

Die Performance Chronik sammelt und generiert in interdisziplinärer Weise Wissen und Erinnerungen und ist explizit nicht nur ein künstlerisches oder wissenschaftlich-historisches Netzprojekt, sondern sie versucht vielmehr verschiedene Kompetenzen von KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen sowie von ZeitzeugInnen zu vereinen. In einem eng abgesteckten und exemplarischen Feld werden performative künstlerische Praktiken gesammelt und reflektiert. Als erweiterbare Dokumentation in digitaler Form gedacht, zeichnet sie so als visuelle Chronik * die Performancekunst Basels von 1970 bis zur Gegenwart für ein breites, interessiertes Publikum auf. Sie umfasst theoretische Texte, Quellenmaterial, Links zu KünstlerInnenwebsites und Institutionen sowie Berichte und Reflexionen.

Die Visuelle Chronik

Die „Visuelle“ Chronik entstand auf Initiative von Muda Mathis in Zusammenarbeit mit Silvana Iannetta, Sus Zwick und Andrea Saemann im Jahre 2006 in der Absicht, Geschichtsschreibung als „life act“ erfahrbar zu machen.
Im Rahmen von «VIA Studio» wurde die Performance-Geschichte Basels während der letzten 40 Jahre erforscht. Dazu waren ProtagonistInnen der Basler Performance-Szene (PerformerInnen, VeranstalterInnen, TheoretikerInnen, FördererInnen und Netzwerke) eingeladen, sich gemeinsam zu erinnern. Im mündlichen Austausch wurden Daten und Fakten gesammelt, aufgezeichnet und kommentiert. Die Erzählungen wurden dabei in einer Art «Landkarte» im Sinne eines „mind mappings“ aufnotiert und die Fülle der Erinnerungen bekam eine fassbare Gestalt.
Der Anlass wurde mittels Videodokumentation festgehalten und ist öffentlich zugänglich als erweiterbares Webportal und in Form einer begleitenden, theoretischen Publikation, die sich der Performance Geschichte Basels von 1970 bis heute widmen wird.

Publikation Band I: Floating Gaps‘ Performance Chronik Basel (1968–1986)

Wie lässt sich Performance-Kunst in Erinnerung halten? Und wie lässt sich Performance-Kunst angemessen vermitteln? Die »Performance Chronik Basel« dokumentiert performative Arbeiten über bisher weitgehend unpublizierte Fotografien, zahlreiche Interviews und Videostills, vor dem einsetzenden »Floating Gap« – der kollektiven Erinnerungslücke. Ausgangspunkt des Buches (http://www.diaphanes.net/buch/detail/1342) ist die Performance Chronik Basel online (www.xcult.org/C/performancechronik), ein kollaboratives Netzwerk, das eine kritische Geschichtsschreibung von Performance Kunst in Anlehnung an Methoden der »Oral History« betreibt.

Mit Interviews mit: Jean-Christophe Ammann, den »Damengöttinnen« Monika Dillier und Lisa Stärkle, Jochen Gerz, Edu Haubensak, Valerian Maly, Reinhard Manz, Franz Mäder, Wolf D. Prix (Coop Himmelb(l)au), René Pulfer, Alex Silber
und Gilli & Diego Stampa.
Textbeiträge von: Sigrid Adorf, Sabine Gebhardt Fink, Ruth Lang, Muda Mathis, Dorothea Rust, Sigrid Schade und Silke Wenk, Anna Schürch und Margarit von Büren.

Die Herausgeberinnen sind Sabine Gebhardt Fink, Muda Mathis und Margarit von Büren.
Erschienen im Diaphanes Verlag Zürich/Berlin 2011 / ISBN 978-3-03734-172-8

Dekade 1987 bis 1997

Die Recherche der Dekade ist in Arbeit.