21.9.2001 < voriger Tag | nächster Tag >
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Frierender Freitag - mit vielen Helfern und viel Vorbereitung / abgebrochenen Reden, grosser Kälte und langen Wegen / mit 16 Projektionen bis Mitternacht / mit langem Verweilen am Feuer / Kommentar zum Foyer von Manuela Eichenberger, der Präsidentin des Kunstvereins Binningen

Manuela Eichenberger, Präsidentin des Kunstvereins Binningen, spricht als eine der Veranstalter/innen über das Foyer
Zu Beginn der Planungen standen die drei Events im Vordergrund. Das Foyer war zuerst ganz nebensächlich. Ich dachte, es wäre ein Informationszentrum und erst beim Aufbau sah ich die Dimensionen und dachte bei mir, ob es diese Grössenordnung wirklich braucht?
Es ist aber gerade im Foyer so viel passiert und gerade zwischen den Wochenenden, was sonst effektiv nicht hätte stattfinden können. Das Foyer hat für mich wie ein roter Faden alles verbunden und die drei Gemeinden waren mit ihren Veranstaltungen nicht so isoliert.
Die Mittwochsveranstaltungen im Foyer boten neben den Performances, die es dort zu sehen gab, die Möglichkeit, über die Wochenenden zu reflektieren, darüber zu reden, zurückzuschauen, nach vorne zu denken und das hätte sonst bestimmt nicht so stattfinden können. Das stiftete auch einen grossen Zusammenhalt zwischen den Veranstaltungen, verhinderte ein Ausfransen der Energie in dieser langen Zeit und ermöglichte grosse Beteiligung bei den Planungen. Ich denke z.B. an Marc Joset, Gemeinderat aus Binningen, der über das Foyer eine unverbindliche und doch zuverlässige Möglichkeit zur Teilnahme hatte.
Als Organisationsplattform bot das Foyer mit seiner stabilen Anwesenheit der Kuratorinnen, Mitarbeiter/innen und Künstler/innen einen grossen Vorteil, z.B. gegenüber einer dezentralen Organisationsform. Die Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und den beteiligten Künstlern vorort im Foyer hatte ich anfänglich nicht eingeplant und auch unterschätzt, wie positiv sich dieses "gesellschaftliche Leben" auch auf die Gesamtqualität eines solchen Kunstprojektes auswirkt.
Die Präsenz des Projektes "Helle Nächte" durch das Foyer auf dem Astershag während dieser langen Zeit vor Ort hat die Beteiligten, Bewohner und Passanten mit diesem Projekt konfrontiert. Niemand konnte dem gegenüber gleichgültig bleiben. Durch die dauernden Veränderungen - das Leben mit verschiedenen Schwerpunkten an einem Ort, mit einer sich verändernden jahreszeitlichen Umgebung - blieb die Neugierde. Und die Gewöhnung, wie sie vielleicht bei einer skulpturalen Arbeit oder Installation gerne einmal eintritt, kam gar nicht erst auf.

links: Marc Moucis Liebestaumel am Waldrand beim Foyer
rechts: Köppl/Zaceks Installation

links: Zilla Leuteneggers Schlafende
rechts: Gabriella Gerosa "Omina I"

Yan Duyvendak und Imanol Atorrasagasti "Reve No 36"

Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel: eine ratlose Gruppe von Videokünstler/innen auf der Suche nach der besten Methode, die Leinwand ins Garagentor zu spannen.