Degustationen
Bei den Degustationen von HOIO geht es nicht darum, irgendeinen wissenschaftlichen oder nahrungsmittelchemischen Anspruch zu erfüllen. Auch erheben wir keineswegs den Anspruch, die Dinge als Experten beurteilen zu wollen, neutrale oder objektive Urteile zu fällen. Im Gegenteil: Wir sind uns bewusst, dass wir bei unseren Verkostungen von sehr vielen Faktoren beeinflusst werden – versuchen allerdings, diese Tatsache bei unseren Beurteilungen mit zu berücksichtigen. Wir verkosten auch nicht in einem völig neutralen Raum, sondern meistens am Küchentisch – mit der Aussicht, die probierten Nahrungsmittel irgendwann auch in der Form eines richtigen Essens zu uns zu nehmen. Ausserdem verkosten wir auch wenn wir unterwegs sind - egal ob in Bruxelles oder Bangkok. Ziemlich konsequent werden die einzelnen Nahrungsmittel auch am Ort der Verkostung fotografiert - zu Hause etwa in unseren Küchen in Zürich, Basel oder Paris. Oder wenn wir unterwegs sind auf dem Balkon eines Hotelzimmers in Siem Reap, in einem Park in Alice Springs, auf den Strassen von Tokio.
Während wir kosten versuchen wir in erster Linie, unsere Erfahrungen zu versprachlichen - und sie sofort in die Gestalt kleiner, beschreibender und urteilender Texte zu überführen. Die HOIO-Note, die dann und wann vergeben wird, kann man so gesehen eher als den Ausdruck jener Eindrücke oder Empfindungen ansehen, die sich eben nicht versprachlichen liessen. Sie stellt also quasi eine zweite Ebene der Beurteilung dar.
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