HOIO       Home       Projekte       Santa Lemusa       Ateliers       Essen       Shop de  fr  en

Still aus dem Zwei-Kanal-Video «Udon» von Lena Eriksson und Samuel Herzog.

  Lena im Blatt

 

 

Verwandte Seiten

Rezept für die Suppe, die dem Projekt «Udon» den Namen gegeben hat

Das Basler Videoprojekt «7/Eleven», in dessen Rahmen «Udon» im August 2007 erstmals gezeigt wird

Präsentation von «Udon» im Januar 2008 im Basler Museum für Gegenwartskunst

 

 

2007

«Udon»

So klar und unmissverständlich eine Handlungsanweisung (zum Beispiel ein Kochrezept) auch klingen mag – wenn es zur Umsetzung kommt, tut sich doch meist ein weites Feld möglicher Aktionen auf. «Von A nach B schreiten» etwa klingt als Anweisung eindeutig – doch wenn man es dann tut… Bei jeder Aktion geht es darum, Entscheidungen zu fällen, das Allgemeine der Anweisung in das deutlich Konkretere Spezifischere des eigenen Tuns zu übersetzen. Um solche Interpretationen geht es auch in dem Projekt «Udon», das Lena Eriksson und Samuel Herzog erstmals im August 2007 Rahmen des Basler Videoprojekts «7/Eleven» präsentieren (mehr dazu hier). «Udon» besteht aus einer Reihe von einminütigen Videofilmen, in deren Rahmen Eriksson und Herzog ganz einfache Handlungsanweisungen auf ihre je eigene Art interpretieren.

Individuelle Spielräume

Vor den grossartigen Kulissen von Landschaften in Schweden, Norwegen, Lanzarote und Schottland wird dabei die Frage angetönt, wie sich Sprache in Bilder übersetzt und welchen Spielraum das Individuum bei der Umsetzung von Anweisungen (oder allgemeiner Ideen) hat. Letztlich geht es dabei natürlich auch um verschiedene Möglichkeiten der alltäglichen Lebensgestaltung sowie – analog dazu – der künstlerischen Bildformulierung. Oder genauer: Es geht um die verschiedenen Modalitäten einer solchen Gestaltung, die von minimalen Gesten bis zum Einsatz heftigster Mittel, von natürlichen Reaktionen bis zu theatralischen Überzeichnungen reichen kann. Indem das Projekt «Udon» alle Szenen parallel in der Interpretation von Eriksson und von Herzog präsentiert, wird der Blick von der Mikroerzählung selbst auf die komplexen Entscheidungsprozesse gelenkt, die jedem Moment seine ganz spezifische Ausprägung geben.

Eine Suppe und ihre Interpretation

«Udon» – der Name des Projekts bezieht sich auf die Hauptzutat einer weit über die Grenzen Japans hinaus berühmten, im Grunde sehr einfachen Nudelsuppe, deren Aussehen und Geschmack aber je nach Interpret ganz erheblich variieren kann (das Rezept dazu).

• Drucken      • Kommentieren       • Newsletter

Still aus dem Zwei-Kanal-Video «Udon» von Lena Eriksson und Samuel Herzog.

  Samuel im Blatt

 

Vormals PJ140

Erste Publikation: August 2007
Neue Publikation: 27. März 2009
Letzte Modifikation: 27. März 2009
© HOIO – www.hoio.ch