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Von Ada hat man einen wunderbaren Blick weit hinaus aufs Meer vor der Côte du Livan.

  Ada Aussicht
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Ein Produkt aus Ada

Piment «Cancan» aus Ada (Papok)

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Santa Lemusa – Zahlen und Fakten

Kurzprofil der Insel

Ada Christensen und Lord Invader

Im Jahr 2005 brachte das lemusische Fernsehen Anat aus Anlass einer Ausstellung eine CD mit dem Titel «Au Rhythme de Lajwa» heraus, auf der Musiktitel versammelt waren, die angeblich einst im Lajwa gespielt wurden – eine Produktion, die allerdings von «Leko» als «zwar vergnüglich, aber ziemlich unseriös» kritisiert wurde.

Auf dieser CD wird behauptet, der Calypso-Musiker Lord Invader (Rupert Westmore Grant, 1915-1961) habe anlässlich eines Konzerts im «Lajwa» auch Ada Christensen kennengelernt – und sei von der jungen Frau so angetan gewesen, dass er für die Deutsch-Dänin spontan das folgende Stück mit dem Titel «Auf Wiedersehen» (2'30) komponiert habe.

Wir wissen allerdings nicht genau, wann Lord Ivader in Santa Lemusa aufgetreten ist und ob Ada Christensen zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch im «Lajwa» gearbeitet hat.

 

 

Symbol Information
Praktische Informationen über die Gemeinde Ada – für Reisende auf Santa Lemusa und Freunde unverwechselbarer Gaumenfreuden. Zusammengestellt von der HOIO-Redaktion in Zusammenarbeit mit dem renommierten «Guide Dismin».

Symbol RestaurantPrince

Seit 2004 betreibt Osman Neuhaus auf dem Plateau von Ada ein kleines Restaurant, das vor allem an Sonntagen rege besucht wird. Dann ist die Küche auch schnell einmal überfordert, was lange Wartezeiten provoziert. Allerdings kommt man sowieso nicht primär wegen des Essens ins Prince, sondern wegen der fantastischen Aussicht. Die Speisekarte bietet neben Käse, Wurst und Salaten auch drei bis fünf warme Gerichte an, die täglich wechseln und von sehr wechselhafter Qualität sind.

Prince. Am östlichen Ende des Dorfes Ada. Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10h bis 22h. Betriebsferien je nach Laune des Inhabers. Tel. 02 66 12 12. A la carte 4/16.

 

Ada

Auf der Westseite der Baie des Italiens liegt das kleine Dorf Ada – ein paar Häuser rund um ein felsiges Plateau, das malerisch über der grössten Bucht von Santa Lemusa liegt. Im Osten erkennt man die hellen Häuser der Hauptstadt Port Louis – im Süden geht der Blick weit aufs Meer hinaus. Die kleine Hochebene dehnt sich nach Westen hin bis zur Anse de la Grenouille aus, wo sie schroff bis fast auf Meershöhe abfällt.

Ada Christensen

Piment «Cancan», der beste Papok-Chili von Santa Lemusa, verdankt seinen etwas eigentümlichen Namen dem Brotberuf seiner Schöpferin: Ada Christensen arbeitete zwischen 1915 und 1923 im Lajwa in Port-Louis – vermutlich als Tänzerin.

Bodenbeschaffenheit und Klima auf dem Plateau sind ideal für den Anbau von Capsicum. Das merkte bereits um 1920 auch Ada Christensen. Die junge Dänin mit deutschen Wurzeln, deren Karriere in den Vorkriegs-Kabaretts von Berlin ihren Anfang genommen hatte, arbeitete zwischen 1915 und 1923 im Lajwa in Port-Louis – vermutlich als Tänzerin. Daneben war Christensen aber auch eine begeisterte und offenbar begnadete Gärtnerin. Um 1920 kaufte sie ein Stück Land auf der Hochebene und begann hier Chilis anzupflanzen. Durch Selektion gelang es ihr, ein Varietät des seit Jahrhunderten auf der Insel verbreiteten Papok (Capsicum frutescens var. lemusa) zu züchten, die sich besonders gut trocknen liess und gemahlen eine Würze von mittlerer Schärfe mit einem fruchtigen, leicht süsslichen und ganz leicht rauchigen Aroma ergab. Sie gab ihrer Schöpfung nicht ohne Ironie den Namen Piment «Cancan» (offiziell: Capsicum frutescens var. Christensen). Bald folgten andere ihrem Beispiel und heute finden sich auf dem Plateau verschiedene kleinere Gärten, in denen meist hauptsächlich Chilis der Varietät Christensen angebaut werden. In Erinnerung an die Chili-Pionierin gab man dem kleinen Dorf, das hier im Verlauf der Zeit entstand, den Namen «Ada».

Ada Prince

Vor allem an Sonntagen ist das Restaurant «Prince» in Ada ein beliebtes Ausflugziel. Die Gäste kommen weniger wegen des Essens denn wegen der prachtvollen Aussicht her.

Zara Confiant, die älteste Tochter der lemusischen Gewürzpäpstin Suzanne Confiant, hat um das Jahr 2000 begonnen, die Chilis von Ada in grösserem Stil zu verarbeiten und zu kommerzialisieren - und zwar unter dem Label «Zara». Sie hat eigene Gärten auf der Ebene gekauft und Verträge mit anderen Chili-Produzenten aus der Gegend geschlossen. Durch konsequente Produktion und hohe Ansprüche an die Qualität hat sie erreicht, dass der Piment «Cancan» 2009 mit einem AOC-Zertifikat ausgezeichnet wurde.

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In den Gärten auf dem Plateau von Ada wird hauptsächlich Chili der Varietät Capsicum frutescens var. Christensen angebaut.

  Ada Garten

Erste Publikation: 26. März 2010
Letzte Modifikation: 26. März 2010
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