Klettenwurzel «Hangari»
(Gebraten und in Sojasauce geschmort)
Die eigentliche Hauptsache eines koreanischen Essens sind oft die zahlreichen Nebensachen, die mit der Hauptspeise aufgetischt werden (Banchan genannt): Kandierte Lotuswurzel, marinierte schwarze Bohnen, scharfe Sardellen, Gurken mit Sesam, eingelegter Knoblauch und natürlich Kimchi. Zu den zahlreichen Kleinigkeiten, die Geheimagent Hektor Maille zu Beginn seiner Korea-Recherchen im Restaurant «Hangari» in Gwangju genoss, gehörte auch diese in Sojasauce geschmorte Klettenwurzel.
Man kann die Wurzel vor Gebrauch wie eine Spargel schälen – mit Schale allerdings haben die Stücke deutlich mehr Geschmack. Klettenwurzel «Hangari» ist eine einfache Zubereitungsweise, die das sehr eigenwillige, erdige, wurzelige Aroma des Gemüses gut hervortreten lässt. Die Stücke haben auch nach längerer Schmorzeit immer noch einigen Biss.
Zubereitung
1. Klettenwurzel (wenn nötig) mit einem Messer sauber schaben oder unter fliessendem Wasser abbürsten.
2. In etwa 5 cm lange Stäbchen zerschneiden und diese sofort in eine Schüssel mit Wasser legen (die Schnittstellen verfärben sich sonst sehr schnell).
3. Öl erwärmen und die abgetropften Klettenwurzelstücke darin etwa 5 bis 10 Minuten sorgfältig anbraten (die Stücke saugen das Öl auf und brennen deshalb ziemlich schnell an).
4. Sojasauce, Reiswein, Zucker sowie 2 EL Wasser beigeben und auf kleiner Flamme 5 bis 10 Minuten garen.
5. Zum Schluss die gerösteten Sesamsamen und ev. ein paar Tropfen Sesamöl darüber geben, warm oder kalt verzehren.
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