«Diri Frida»
(Reis mit Schafskopf)
Das nachfolgende Rezept haben wir von Frida Grisini erhalten, die auf der Place des Herbes im Zentrum von Port-Louis Spezialitäten aus Schafskopf verkauft. Frida Grisini nennt diesen Reis scherzhaft «Diri Pizza» oder «Diri Italien» – weil die Farben von Kapern, Reiskörnern und Tomaten dem Grün-Weiss-Rot der italienischen Flagge entsprechen (auch die mexikanische Flagge ist allerdings grün-weiss-rot – siehe unten). Wir haben dem Gericht zu Ehren seiner Erfinderin den Namen «Diri Frida» gegeben. Da Schafskopf bei uns in Mitteleuropa nur schwer zu bekommen ist (und das Abzupfen desselben auch nicht gerade zu unserer gängigen Küchenpraxis zählt), haben wir ein wenig experimentiert. Der Reis lässt sich auch mit anderen Stücken vom Lamm recht gut zubreiten – sofern diese nicht allzu trocken sind. Und auch mit Schweinefleisch, mit den von den Knochen gelösten Resten eines Brathühnchens oder mit Crevetten schmeckt das Gericht nicht schlecht. Ein überraschend leckeres Resultat aber haben wir auch mit simplem Thunfisch aus der Büchse erzielt, weshalb wir diesem Ersatz für den Schafskopf hier den Vorzug geben.
Zubereitung
1. Öl erwärmen, Zwiebel und Reis darin andünsten.
2. Wenn der Reis warm ist (nach etwa 5 Minuten), mit Weisswein ablöschen, aufkochen lassen.
3. Hühnerbrühe und Tomaten beigeben und erneut aufkochen lassen, Hitze reduzieren.
4. Kapern, Schafskopf (oder Thunfisch) und Mammè beigeben, ca. 15 bis 20 Minuten köcheln lassen, häufig rühren – bis der Reis die Flüssigkeit weitgehend aufgesogen hat.
5. Den Topf vom Feuer nehmen und den Reis 5 Minuten ganz zugedeckt nachquellen lassen.
TIPP
Wer es noch schärfer und würziger mag, kann gegen Ende der Kochzeit zusätzlich etwas grob gemahlenen, schwarzen Pfeffer beigeben - am besten natürlich frisch im Mörser zerstossen.
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