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Der Alptraum eines jeden Vegetariers: ein Stück Blut-Tofu, wie es in die hier vorgestellte Suppe gehört.

  Blut-Tofu

 

Suppe als Vorspeise
für 2 bis 4 Personen

5 g getrocknete Mu-Err

80g frischer Blut-Tofu

80g frittierter Tofu

2 EL Rapsöl

1 etwa nussgrosses Stück Ingwer, geputzt und fein gehackt (ca. 1 EL)

3 Zehen Knoblauch, fein gehackt (ergibt ca. 1 bis 2 EL)

1 Zwiebel, in feine Scheiben geschnitten

2 TL Chili-Bohnen-Paste

1 EL Shaoxin-Reiswein

3 EL helle Sojasauce (japanische Rezeptur)

3 EL dunkler Chingkiang Reiseessig

1 TL Zucker

1 knapper TL geröstete und gemahlene Sichuan-Pfefferkörner

4 dl nicht allzu salzige Hühnerbrühe

40 g Enokitake, gewaschen, vom Stilansatz befreit und auseinander gezupft

Einige Tropfen Sesamöl

2 EL Frühlingszwiebeln, in Rädchen

 

«Suān Xùe»

(Sauer-scharfe Suppe mit Blut-Tofu)

Zu den Spezialitäten des RestaurantX«Le Chien et le Lampion» in Port-Louis zählt auch ein Gericht namens Máo Xùe Wàng, was wörtlich übersetzt etwa «Feder, Blut, Wohlstand» heisst. Es ist ein typisches Gericht der Sichuan-Küche, ein Rezept auch mit endlos vielen Zutaten. Die Basis besteht aus Ingwer, Knoblauch, gerösteter Entenhaut, Sojabohnenpaste, Chili, Sichuan-Pfeffer, Zwiebel, Erdnüssen und Koriander. Dann kommen Tofu, frittiertes Tofu, Blut-Tofu, verschiedene Pilze und zum Schluss auch noch Aal, vorgekochte Kutteln und Omasum (auch eine Art Kuttel) dazu. Als nahe Verwandte dieses komplizierten Eintopfs bietet das Restaurant auch eine scharf-saure Suppe an, in die als Einlage ebenfalls frittierttes Tofu und Blut-Tofu gehören. Das Gericht heisst Suān Xùe , was etwa soviel wie «Saures Blut» bedeutet. Tatsächlich riecht man das Blut durch all die Gewürze dieser Suppe hindurch – es verleiht ihr ein absolut unverwechselbares Aroma. Manche mögen das – andere fühlen sich wie nach dem Besuch bei einem Zahnarzt, dem der Bohrer ein paar Mal ausgerutscht ist.

Zubereitung

1. Die Mu-Err rund 30 Minuten einweichen, dann die harten Teile entfernen und die ‹Ohren› in feine Lamellen schneiden.

2. Den Blut-Tofu und den frittierten Tofu in Würfel mit einer Seitenlänge von etwa 1 cm schneiden und auf einem Stück Küchenpapier gut abtropfen lassen.

3. Öl in einer Bratpfanne erhitzen. Knoblauch und Ingwer beigeben und kurz anziehen lassen.

4. Zwiebel und Chili-Bohnen-Paste beigeben und eine Minite lang mitdünsten.

5. Reiswein, Sojasauce, Reiseessig, Zucker, Sichuan-Pfeffer und Hühnerbrühe beigeben und aufkochen lassen, Mu-Err beigeben und 5 Minuten sanft brodeln lassen. Mit Salz oder Sojasauce abschmecken.

5. Hitze reduzieren, Blut-Tofu und Tofu-Würfel beigeben und etwa 10 Minuten simmern lassen.

6. Die Enokitake beigeben und weitere 5 Minuten simmern.

7. Sesamöl dazu geben, umrühren und zum Schluss mit Frühlingszwiebeln garnieren.

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    Saures Blut

Erste Publikation: 3. August 2009
Letzte Modifikation: 5. August 2009
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