«Soup Chofrèt»
(Eisgekühlte Ingwersuppe)
Bevor der Geheimagent Hektor Maille zu seiner «Mission Kaki» aufbricht, die ihn über Monate beschäftigen und um die halbe Welt führen wird, lässt er sich von seiner Köchin Odette Sissay ein kleines Abschiedsmenu zubereiten, das mit dieser Suppe beginnt. Es ist ein ganz einfaches Rezept, in dem das winterliche, wärmende Aroma des Ingwers mit einer sommerleichten, frischen Zubereitungsweise konterkariert wird – daher wohl auch der Name der Suppe: chofrèt – «heisskalt». Allerdings kann man diese Suppe natürlich auch warm servieren – dann schmeckt sie ein klein wenig bitter. Statt Limetten kann man Zitronen ve rwenden, was die ganze Sache saurer werden lässt. Man kann zum Beispiel eine Crevette oder ein Stück rohen Lachs (mit Wasabi) in die Suppe legen. Gut macht sich auch eine rohe Auster – wobei sich dann die Säfte der Muschel auf interessante Weise mit dem Suppensaft halb vermischen mischen, eine gustative Brackwasserzone. (Ein kleiner Hinweis zum Öffnen von Austern findet sich hier.)
Zubereitung
1. Den Ingwer putzen, ev. leicht schälen und zerreiben.
2. Ingwer, Rum und Hühnerbrühe in einem Topf aufkochen lassen, Hitze reduzieren und alles rund 5 bis 10 Minuten köcheln lassen.
3. Topf vom Feuer nehmen und abkühlen lassen.
4. Suppe durch ein dünnmaschiges Sieb streichen, um die Ingwerfasern zu entfernen.
5. Zesten von der Limette reissen und beiseite stellen. Saft auspressen und in die abgekühlte Suppe rühren, mit Salz abschmecken.
6. Die Suppe in den Eisschrank geben und etwa 2 bis 3 Stunden durchziehen lassen.
7. Vor dem Servieren nochmals gut umrühren und im Teller mit den Limettenzesten bestreuen.
TIPPS
Man sollte keine allzu fette Brühe verwenden – oder aber die kalten Fettflocken von der Flüssigkeit abschöpfen. Besonders hübsch wirkt die Suppe auch wenn man sie in Gläsern über Eiswürfeln serviert, die natürlich auch aromatisiert sein können – zum Beispiel mit Ingwer oder, warum auch nicht, mit Körnern von schwarzem Pfeffer.
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