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Verschiedene Reissorten im Showraum der Firma Dirilò.

  Reis-Auswahl bei Dirilò

Reis

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Sogenannter Wildreis

Wildreis (auch Indianerreis, Wasserreis, Tuscarora) ist aus botanischer Sicht gar kein Reis, sondern der Same einer Wasserpflanze (Zizzania aquatica). Wilder Reis gehört zwar wie Reis zur Familie der Gräser, aber nicht zur selben Gattung. Der aus Nordamerika stammende und bis heute vor allem in Kanada kultivierte Wildreis wächst im Sumpf und Uferbereich von Süsswasserseen. Das Rispengras wird von Kanus aus geerntet. Mit langen Stangen werden die bis zu drei Meter hohen Halme in das Boot gezogen und die Körner aus den Ähren geschlagen. Der Anbau der einjährigen Pflanze ist ziemlich kostspielig: Sie reagiert empfindlich auf Veränderungen des Klimas oder des Wasserstandes und Parasiten. Wildreis wird auf Santa Lemusa nicht angebaut.

 

Sorten

Auf vier Kontinenten kommt Reis in den verschiedensten Wildformen vor. Und dennoch haben sich über die Jahrtausende hinweg nur zwei Formen durchgesetzt, auf denen alle heutigen Zuchtsorten beruhen: Oryza sativa und Oryza glaberrima. Die vor allem in Westafrika verbreitete Kultur von Oryza glaberrima (auch Afrikanischer Reis) hat sich mehr als 3000 Jahre lang völlig unabhängig vom asiatischen Reis entwickelt, der erst mit der Kolonialzeit den afrikanischen Kontinent erreichte. Oryza glaberrima gedeiht auch auf nährstoffarmen Böden und verträgt Trockenheit relativ leicht. Mit seinen langen Blättern deckt er den Boden gut ab und verhindert so das Wachstum vieler Unkräuter, die mit ihm konkurrieren. Die Rispen von Oryza glaberrima tragen allerdings nur wenige Körner, die Erträge sind entsprechend gering.

Oryza sativa

Die Grundsorten von Oryza sativa, der Urfamilie aller asiatischen Zuchtsorten, teilen sich in zwei respektive drei Gruppen auf. Die Sorten der Japonica-Gruppe haben dunkle, gerade stehende Blätter und eine geringere Anzahl von Trieben. Ihre Körner sind dicker, kürzer und in gekochtem Zustand meist klebrig. Die Japonica-Sorten bringen Rund– und Mittelkornreis hervor. Tropischer Japonica (auch Javanica) heisst eine Reisform, die über lange Halme und Rispen mit vielen Körner verfügt. Tropischer Japonica verstockt sich aber nur schwach – das heisst aus einem Samen wachsen nur wenige Halme. Die Reissorten der Indica-Gruppe sind grösser als die der Japonica – bei Stürmen liegen die Halme da schnell einmal flach. Die Blätter sind in der Indica-Gruppe lang, hellgrün und stehen nicht aufrecht, sondern neigen sich zusammen mit einer längeren Rispe zur Erde. Indica-Reise ertragen Kälte schlechter als Japonica, dafür aber ist ihre Resistenz gegen Schädlinge, Trockenhit und Krankheiten höher. Die Körner der Indica-Gruppe sind lang, schlank, verkleben beim Kochen kaum und behalten ihre Konsistenz. Die Sorten der Indica-Gruppe bringen Langkornreis hervor (zum Beispiel Patna, Duftreis, Chavala). Generell werden die verschiedenen Reissorten auch in die Kategorien Rundkorn-, Mittelkorn und Langkornreis eingeteilt.

 

Typ Form Sorten Aussehen und Charakter Verwendung
Rundkorn 5x3 mm Zum Beispiel Shiragiku, Akitakomachi und Hitomebore aus Japan, Originario, Avorio und Vialone nano aus Italien, Bomba, Bahia und Thainato aus Spanien Kalkig-weiss, weich, nimmt viel Wasser auf und quillt stark an, wird eher weich und klebrig Milchreis, Suppen, Süssspeisen, einzelne asiatische Gerichte etc.
Mittelkorn 7x3 mm Zum Beispiel Roter Reis und Schwarzer Reis aus Indonesien, Shinode und Sushi-Reis aus Japan, Arborio und Carnaroli aus Italien, Diri Benis und Lawouyé aus Santa Lemusa Glasig mit weisser Perle im Inneren, mittelhart, nimmt viel Wasser auf, quillt stark an, bleibt lange ziemlich körnig Risotto, Pilaw, Paella, Reiseintöpfe, feuchte Füllungen und Reisgerichte mit Sauce etc.
Langkorn 9x2 mm Zum Beispiel Carolina und Tex Mati aus den USA, Kao luang und Jasminreis aus Thailand, Sadri und Dom Suah aus dem Iran, alle Basmati-Sorten aus Indien, Chavala und Doubout aus Santa Lemusa Glasig-durchsichtig, hart, nimmt weniger Wasser auf, quillt mässig an, bleibt körnig Trockenreis, indonesische Reisgerichte wie Nasi Goreng, Reissalat und trockene Füllungen, Jambalaya, Biryanis etc.

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    Reisarbeiter und Mann mit Schirm

Erste Publikation: Dezember 2002
Neue Publikation: 9. Februar 2009
Letzte Modifikation: 9. Februar 2009
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Reis – Sorten

* Generelles zu HOIO's Verkostungen hier.

Es geht auf dieser Seite keinesfalls darum, eine repräsentative Auswahl der zahllosen Reissorten vorzustellen, die weltweit produziert werden. Wir beschränken uns auf Sorten, die wir persönlich haben degustieren können – und vor allem auch auf jene Sorten, die wir in unseren Rezepten verwenden. Mit dem Ziel, die visuelle Identifikation einzelner Sorten zu erleichtern, haben wir all die kleinen Porträts auf einer einzigen Seite zusammengefasst. Sie sind nach dem Namen des Landes geordnet, in dem der Reis hauptsächlich produziert wird - wo dieses unbekannt ist, haben wir wenigstens den Ursprungskontinent genannt.

Sri Lanka

Samba Rice

Samba hat ein kleines, eiförmiges Korn, das weniger als halb so gross ist wie das von Basmati-Reis . Schon beim Kochen verströmt er einen eigenwilligen, süsslichen, ein wenig an Maisbrei, fast eher noch an ein Gebäck erinnernden Duft. Manche finden auch, der Reis stinke ganz fürchterlich – das Internet ist voll von diesbezüglichen Leidensberichten aus aller Welt. Auf dem Netz kursieren auch Tipps, wie man den heftigen Duft während der Kochzeit reduzieren kann – etwa durch Zugabe eines Pandanus-Blattes. Trotzdem passt Samba erstaunlich gut etwa zu südindischen Speisen wie Sambar.

 

 

 

amba wird vor allem auf Sri Lanka und im südindischen Staat Tamilnadu angebaut und kommt in verschiedenen Unterarten vor. Jiru Samba gilt als der edelste Samba-Reis, sein Korn ist besonders klein (etwa ein Drittel eines Basmati-Korns).

Man kann Samba ähnlich wie Basmati zubereiten (Anleitung).

Muthu Samba Rice. Made in Sri Lanka (King Foods, Colombo).

Verkostung am 4. Mai 2010 in Zürich. (Gekauft im India Market «Maharajah» an der Josefstrasse in Zürich).

  Gochugaru