21.8.2001 < voriger Tag | nächster Tag >
-------------------------------------------------------
Das Küchendach wird von Haimo, Martin und Pierre schon frühmorgens abgedeckt und wir haben ein sonniges Plein-air-Frühstück. Bis zum Abend fältelt sich dann eine schöne Sahne-Tetra-Pak-Ziehharmonika beruhigend über das Geschehen.

Alle zusammen sind zu Bäuerin und Bauer Mathis, die die Wiese zur Verfügung gestellt haben, zum Essen eingeladen und kommen spät, amüsiert und kulinarisch verwöhnt zurück ins Foyer.
Sus hat Geburtstag und hat sich parallel im Foyer zum Abendessen mit Muda, Lena, Durbahn und Monika Dillier angemeldet. Ausserdem haben wir Margie, ihre Tochter und deren drei Kinder als Hotelgäste. Ich bin also die Foyergastgeberin mit einem prima Nachtessen, das Mona, der neue Gastkoch, vorbereitet hat.

Christine Regn/Helga Broll -
helgabroll@hotmail.com - Künstlerin, Chronistin, Archivarin, vor dem Hintergrund von Bildwechsel, dem Dachverband für Frauen/Medien/Kultur und dem Künstlerinnenarchiv, Hamburg http://www.internetfrauen.w4w.net/bildwechsel/Mein erster Tagebuchtag. Mir haben Andreas Notizen sehr gefallen und ich bin nicht wirklich bereit, sie damit aufhören zu lassen.
Mein Impuls ist es, ein Lexikon aller Anwesenden mit ihren verschiedenen Aufgaben und Hintergründen herzustellen.
Das Foyer ist sehr breit wahrnehmbar, dabei sind alle Anwesenden auf verschiedene Art und Weise dabei, gleichzeitig Basis und Luxus herzustellen.
Arbeiten, leben und repräsentieren vor eingeladenem Publikum - herstellen, vorführen, versorgen und einladen: Im "Künstlerhotel" fehlen dem Sonnenuntergang nur noch ein paar Röhren.
Durbahn steht mit dem ausgebauten hamburger bildwechsel bus am Rand und freut sich an der Szenerie. Erschöpfte Sonnenbad-Techniker und Margarethenhügel-Performer kommen hocherfreut zum Essen. Sind es heute 10 oder 30 Personen zum Essen? Annina Zimmermann telefoniert und schreibt und versorgt, immer schon beim nächsten Punkt. Andrea Saemann strahlt, führt ein, verwaltet und spricht. Haimo Ganz, Martin Blum und Pierre Keller fertigen dazwischen Hütchen für die Hüttchenbelüftung, damit es nicht hereinregnen kann. Markus Müller hängt mit Helfern und Sohn Robert in der Fassade und einige der anwesenden "11001 Jungfrauen" von Mudas Performance wie Barbara Loreck und Martina Gmür machen Kür. Barbara Naegelin und ich sind als Empfang, zur Entlastung und zur Chronik da.
Die Hüttchen sind ein sicherer Walfischbauch, von dem aus die Spaziergänger und die Hundekommandos zur Kulisse werden. Ein Paar promeniert in die Häuschenreihen und fragt sich, ob sie sich ein Hüttchen alleine gönnen oder die Kinder mitnehmen sollen.
Ich brauche viel Zeit, mich niederzulassen und pendle zwischen Performance, Hüttchen, Hotel, Dusche, WC, Büro/Reception und bildwechsel bus hin und her.