2.9.2001 < voriger Tag | nächster Tag >
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erschöpfter Sonntag mit vielen neugierigen Spaziergängern und natürlich dem beliebten Rezept der Woche von Haimo: Schokoladentorte "süsse Sehsucht" und Kürbiskuchen /an dem Martins Eltern zu Besuch kommen / die Fackelwächter für das Reinacher Projekt eingeführt werden / Stuart Brisley ankommt / die G.A.B.I.s gehen / der Mond bemerkenswerte Wirkungen hat

Was uns auch noch geschmeckt hat: Karibische Pasteten mit Linsen oder Thunfischfüllung, das Lamm im Tonmantel mit Minze und Knoblauch, Kartoffel-Auberginen Salat, Mango im grünen Salat, eine Minestrone aus Resten, Klösschen in einer Wurzelsuppe...

Süsse Sehnsucht
Die Schokoladenmasse macht man am Vorabend und es ist wirklich sehr einfach, wenn man sich genau an die Anweisungen hält.
Als erstes bereitet man eine Pfanne (Topf) mit heissem Wasser vor, auf dem man später im Wasserbad in einer Schüssel 350g dunkle Schokolade auflöst. In einer zweiten, fettfreien Schüssel bereitet man acht Eiweiss vor (Das Rezept von Schokoladenmousse unterscheidet sich von dieser Tortencreme nur durch 4 Eiweisse mehr) und in den dritten, kalt ausgespülten Behälter leert man einen halben Liter Rahm (Schlagsahne). Jetzt stellt man nur noch den Grand Manier bereit und kann beginnen.
Die Schokolade wird im Wasserbad geschmolzen, in der Zwischenzeit schlägt man den Rahm steif, danach - unbedingt mit einem fettfreien Rührgerät und in fettfreier Schüssel - das Eiweiss ebenfalls.
Ist alles schön steif und die Schokolade flüssig, rührt man alles vorsichtig in der richtigen Reihenfolge zusammen: Schlagsahne, Schokolade, Eiweiss und Grand Manier.
Mit den übriggebliebenen Eigelb beglückt man die Gäste mit einer Zabaionecreme (Eigelb, Marsala, Weisswein und Zucker, im sehr warmen Wasserbad schaumig schlagen.)
Den Bisquit kauft man am besten in der Conditorei Krebs in Basel (oder fertigt ihn nach untenstehendem Rezept). Der ist schön luftig und schon geschnitten, jetzt braucht man nur noch die Schokoladenmasse mit einem grossen Messer gleichmässig verteilen. Zuoberst ein wenig Schlagsahne mit Honig, den Bisquit betreufeln mit Zuckersirup und GM, zu oberst Schokosplitter auslegen und mit der restlichen Sahne schön dekorieren.
Oder man macht den Bisquit selbst: (Blitzbisquit, ausgezeichnetes, einfaches Rezept von Renate Regn, der Mutter der Tagebuchschreiberin): 4 Eier, 200g Zucker, 100g Mehl, 100g Stärkemehl, 2 Teelöffel Backpulver und 1 Päckchen Vanillezucker. Man schlägt 4 Eigelb mit vier Esslöffeln heissem Wasser und dem Zucker cremig, hebt mit einem Schneebesen langsam die anderen Zutaten und zum Schluss das steifgeschlagene Eiweiss unter. Dann in eine ungefettete Springform füllen (Backpapier auf den Boden) und bei 175 Grad ca. 20 Min backen. Auskühlen lassen, bevor man ihn schneidet.
Diese Torte empfiehlt sich nur für nette Gäste, denn sie kommen garantiert wieder.
Kürbiskuchen
Man kauft der Einfachheit halber einen schon ausgerollten Kuchenteig
(Mürbeteig - Selber machen schmeckt natürlich besser:
Z.B. Ein Päckchen Mehl in eine Schüssel leeren und mit kleinen Margarineflocken solange mit kalten Fingern vermischen, bis man das Gefühl bekommt, jedes Mehlkorn ist mit einer dünnen Margarineschicht umhüllt. Dann mit etwas leicht gesalzenem kalten Wasser und ein bisschen Honig geschmeidig kneten und das klebrige Etwas in einer Frischhaltefolie in den Kühlschrank packen. Am besten zwischen zwei Folien ausrollen.)
Als Saftbrücke (damit der Kuchen nicht durchfeuchtet) streut man Kokossplitter auf den ausgerollten Teig, den man auf das gefettete Blech gedrückt hat. Darauf kommt geraffelter Kürbis und ein ebenfalls geraffelter Apfel, der Saft (oder geriebene Schale) von zwei Orangen, eine Mango in Stückchen und ein wenig Ingwer. Das verteilt man auf der Saftbrücke und bäckt den Kuchen (Fladen, Wähe oder Blechkuchen) circa eine halbe Stunde.
Der Guss besteht aus Kokosmilch, Grand Manier oder Rum und einem Ei. Der wird nach der halben Stunde über den Kuchen geleert und nochmals 12 Minuten im Ofen weiter gebacken.
Bon Appétit!