28.8.2001                < voriger Tag | nächster Tag >
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dummer Dienstag, Mots d'Amour - erster Liebestaumel mit Marc Mouci / grauer und kalter Morgen - sonniger Nachmittag / Pierre und Martin bringen Holz und kulinarische Köstkichkeiten aus dem Elsass / zurückgelassene Kinder mit der Kuratorin im Pool / Nachmittags wird Besuch für die ersten Liebesfilme erwartet / Mitarbeiter der Reception fühlen sich der Technik und den Ereignissen ausgeliefert - die Nerven liegen blank / Abends gehen alle zur Vernissage der Stipendienausstellung des Kunstkredit / Haimo und Martin haben mit ihrem Projekt "der Kreisel" einen Kunst am Bau-Wettbewerb gewonnen und sind selig / Markus Müller feiert sein Paris-Stipendium / Mitarbeiterin des Tages: Edit Oderbolz

Mitarbeiterin des Tages: Edit Oderbolz

Ich kam zu dem Projekt, weil mich die beiden Kuratorinnen anfragten, ob ich so etwas wie Wegmarkierungen für sie machen könnte. Ich habe dann die Idee zu diesem jetzt ja bereits realisierten "Sonnenuntergang" gehabt und vorgeschlagen. Zu meiner grossen Freude haben sie die Idee gemocht und dem Ganzen zugestimmt. Das ist meine erste Arbeit mit Licht. Eine Arbeit, die ich im Atelier nicht machen würde. Der Aufbau und die Wirkung als die Installation das erste Mal leuchtete, waren toll. Sonst mache ich kleinere Skulpturen und Objekte, die zwischen Realität und Irritation Geschichten erzählen. Es geht mir um das Modellhafte, das in den Dingen enthalten ist, Abstraktionen von Bauwerken oder Objekten, denen ich eine andere Geschichte gebe.

Ich habe leider nur einmal, als wir das Gerüst aufgebaut haben, hier geschlafen und ich fand es toll! Es war lustig am gleichen Ort an verschiedenen Projekten zu arbeiten und sich darüber auszutauschen. Es ist ein besonderes Erlebnis für mich, mit so unterschiedlichen Künstlern, die ich teilweise gar nicht oder nur vom Sehen kenne, an einem Tisch zu sitzen. Aber es steht gerade so viel an, was meine Anwesenheit in meinem Atelier erfordert, dass ich es mir einfach nicht einrichten kann, meine Zeit hier oben zu verbringen. Die Anwesenheit im Foyer ist dann eben doch eine Abwesenheit an einer anderen Stelle. Auch die Skulptur "Sonnenuntergang" hat es erfordert, viel zu Hause vorzubereiten, das war schade.

Die Bauten und das Konzept Foyer finde ich nicht nur toll sondern auch gut organisiert. Der Mittagstisch ist ein unbeschreiblicher Luxus, das ist unglaublich super. Die Bauten finde ich einen dominanten Komplex - gerade in der angelegten Offenheit wirken sie in sich geschlossen und verunsichernd. Ich bin gespannt ob sich die Provokation, die Verunsicherung wandelt oder wohin sie sich auflöst.

 

Marc Mouci "Liebestaumel"

Liebestext:1-Ich liebe Dich./ 2-Ich vermisse Dich./ 3-Verlass mich nicht!/ 4-Liebst Du mich wirklich?/ 5-Ich hasse Dich./ 6-Ich will Dich nie mehr sehen./ 7-Du gehörst zu mir. / 8-Ich will Dich./ 9-Du hast so schöne Augen./ 10-Halte mich fest!/ 11-Habe ich Dir schon mal gesagt, wie schön Du bist?/ 12-Küss mich!/ 13-Hau ab!/ 14-Du Schwein!/ 15-Ich kann kaum noch atmen./ 16-Ich will Dir nie weh tun./ 17-Du tust mir weh./ 18-Wir gehören zusammen für immer und ewig./ 19-Ich will mit Dir schlafen./ 20-Mach mit mir, was Du willst!

Wir stellen uns auf die beginnenden, romantisch verklärten Tage ein und versuchen, unser Umgangsvokabular mit Marcs Vorschlägen zu verbessern.

Marc bereitet sich auf die ersten Besucher vor. Er muss noch Schauplätze und Kamerastandorte aussuchen und ausprobieren. Nachmittags kommt Christina Schmid mit einer "Crew" (Nele Stecher, Christoph Oertli, Urs Cavelti). Es geht darum, einen "Liebesfilm", dessen zentrale Inhalte man sich aussuchen kann, mit Hilfe von Marcs Satzgerüst an romantischen Standorten mit ihm als Partner zu verwirklichen. Er sucht immer noch Partnerinnen. mmouci@bluewin.ch. Mehr zu dem Projekt unter: www.mouci.net/Liebestaumel.