7.9.2001                < voriger Tag | nächster Tag >
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Friday with sound - and pictures from thursday / the route and the equipment have to be prepared all day / the "Tonspuren" (soundtracks) take place in the rain / the lightfire watchers are very brave/ guest of the day: Kathrin Dunst, who left yesterday to start her holyday (translation at the end of the German text by Marie-Louise Zimmermann)

Freitag mit Ton - an dem es noch Bilder vom Donnerstag gibt / die Route und das Equipment heftig vorbereitet werden / die Tonspuren im Nieselregen stattfinden / Die Fackelwächter sehr tapfer sind / Gast des Tages: Kathrin Dunst, die uns gestern verliess, um ihren Urlaub zu beginnen

Gast des Tages: Kathrin Dunst

Ich  war auf Besuch im Foyer. Gehörte ein bisschen dazu und doch nicht wirklich, weil ich keine offizielle Funktion hatte. Nie aber fühlte ich mich deshalb überflüssig. Ich habe Annina und Andrea als Gastgeberinnen erlebt, die es einem einfach machten, zurückzukommen. Nicht nur sie, auch der Hardcore und die Dauergäste gaben nie "for members only" durch. Inwiefern dabei das Konzept durchscheint? Alle schliefen in den gleichen Häusern, alle trockneten Geschirr ab und jedes Element, das baulich realisiert wurde, trägt den offenen Charakter. Offen gegen alle Himmelsrichtungen und offen gegenüber Neugierigen. Besonders schön fand ich, dass durch die Konstanz eine Jede/ ein Jeder seinen Platz einnahm und mit seiner speziellen Färbung das Ganze beeinflusste, etwas wie in einer Familie. Sonst studiere ich Kunstgeschichte, wohne mit Markus und Robert, mache Dias für das Seminar und habe eben eine Arbeit abgegeben zum Bild Marias in der Bildenden Kunst der frühen Neuzeit.

Zum Verhältnis Luxus/Basis:  Den Yakuzzi, den wohl niemand zu Hause besitzt, verstand ich vor allem als Symbol des zeitgenössischen Luxus. Wellness, den Körpern, die es sich leisten können, soll es gut gehn. Als wir gestern Abend vor der Kälte der Basis flohen in die warmen luxuriösen Blasen und die Leute des Kunstvereins nach Hause gehend passierten, sah ich so etwas wie Respekt in den staunenden Gesichtern unter dem Mond. Respekt, der auch gut getan hätte am eindrücklichen Anfang der Performance von Stuart Brisley. Geschlafen hatte ich nie gut. Zu dritt auf dem Heulager - zwei Schnarchler - zu laut, zu eng. Für die Basis waren die Kinder auch sehr wichtig. Mit ihrer Gegenwart und ihrer Gegenwärtigkeit machten sie einen Floor unter die Ideen.

Am meisten überrascht hat es mich, Leute, so verschiedene, vereint zu sehen. "Angeschwemmte" wie Pierre und Mactar zusammen am Feuer. Am andern Morgen Geschäftigkeit und klingelnde Handys bei den Kuratorinnen. Kunst im Freien auch. Überall Konfrontationen auf offenem Feld.

 

Guest of the day: Kathrin Dunst

Visiting the foyer, I was part of it and was not, because I had no official function. But I never felt an outsider, because Annina and Andrea as hosts made it easy to feel welcome. The heart-core and long-time members also never gave the impression of "Members only". Part of the concept? Everybody living together, everybody doing the dishes. Everybody having their place and adding their individual colour to the total picture - like in a family. And the building is open in all directions and to everybody interested.

The Yakuzzi which nobody has at home I understood as a symbol of contemporary luxury. The bodies who can afford it enjoying wellness. Last night as we fled from the cold into the warm bubbles I saw the people from the Art Society passing by on their way home with something like respect in their wondering faces under the moon. A respect which they should have shown Stuart Brisley at the beginning of his impressive performance.

No, I didn't sleep well. Together with two snorers on a bed of straw, it was too loud, too tight. The children were an important asset of the camp. Their presence in the camp and their way of living in the present made a basis under the ideas.

My greatest surprise were the manyfold people united around the fire, including "drifters" like Pierre and Mactar. In the morning busy curators with ringing cellphones, art in the open, everywhere confrontations on the open field.

To my person: I study history of art, live together with Markus and our son Robert, make slides for the seminar and just handed in a paper on the image of Mary in the Art of Renaissance.